Hygiene und Infektionsmanagement

Ambulant erworbene Pneumonie (QS CAP)

Das Verfahren ambulant erworbene Pneumonie betrachtet außerhalb eines Krankenhauses erworbene Lungenentzündungen, engl. Community acquired pneumonia. Bei schweren Lungenentzündungen, die im Krankenhaus behandelt werden, sind die frühe Einschätzung der Ursache und Schwere der Erkrankung und die möglichst rasche Therapieeinleitung mitentscheidend für das Überleben.

Die Qualitätsindikatoren in diesem Verfahren erfassen vor allem die wichtigsten diagnostischen Schritte (z. B. Messungen der Blutgase und der Atemfrequenz), entscheidende therapeutische Verfahren wie die frühzeitige Antibiotikagabe und Mobilisation der Patientinnen und Patienten, sowie die Sterblichkeit im Krankenhaus.

Erfasst werden erwachsene Patientinnen und Patienten bei stationärer Behandlung.

Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen (QS WI)

Das noch bis zum 31.12.2026 in Erprobung befindliche Verfahren nosokomiale Infektionen betrachtet die Vermeidung von Wundinfektionen nach operativen Eingriffen im ambulanten und stationären Bereich.

Die Qualitätsindikatoren hinterfragen zum einen einrichtungsbezogen das Hygiene- und Infektionsmanagement der entsprechenden Klinikabteilung oder Praxis, unter anderem interne Leitlinien und den Umgang mit perioperativer Antibiotikagabe, die Sterilgutaufbereitung, Einzelheiten zur Desinfektion, Standards zu Wundversorgung und Verbandswechsel sowie die Patienteninformation.  Zum anderen werden bei ausgewählten (sogenannten „Tracer“-) Operationen die Wundinfektionsraten operierender Abteilungen ermittelt. Hierfür werden aus den Sozialdaten der Krankenkassen fallbezogene Daten für den Verlauf bis zu 30 bzw. 90 Tagen nach dem Eingriff ausgewertet.

Erfasst werden ambulant und stationär operierte Patientinnen und Patienten.