
Im Verfahren Hüftgelenksversorgung werden in zwei Modulen zum einen die Versorgung von Knochenbrüchen des Oberschenkels in der Nähe des Hüftgelenkes, zum anderen das Einsetzen künstlicher Hüftgelenke betrachtet.
Hierbei erfasst das Verfahren im Modul HGV-OSFRAK die osteosynthetische (stabilisierende) Operation als Versorgung hüftgelenksnaher Femurfrakturen (Bruch des Oberschenkels nahe dem Hüftgelenk), also der medialen und lateralen sowie pertrochantären Schenkelhalsfrakturen. Im Modul HGV-HEP werden die hüftkopfersetzenden Hüftendoprothesen betrachtet, die sowohl nach hüftgelenksnahen Brüchen wie auch bei ausgeprägter Coxarthrose (Verschleiß des Hüftgelenkes) eingesetzt werden können. Hinterfragt werden auch Operationen mit einem frühzeitigen Wechsel der Endoprothesen oder von Komponenten.
Zu den Qualitätsindikatoren gehört unter anderem die Zeit im Krankenhaus bis zur Operation (präoperative Verweildauer), allgemeine und spezifische Komplikationen (z. B. Lungenentzündung, Lungenembolie, akute Nierenfunktionsstörung bzw. operative Komplikationen wie eine Fehllage des Operationsmaterials), die Vorbeugung von Stürzen nach der Operation, die Gehfähigkeit bei Entlassung und die Sterblichkeit.
Erfasst werden erwachsene Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung.
Das Verfahren Knieendoprothesenversorgung betrachtet Ersteinsetzen und Wechsel künstlicher Kniegelenke (Knieendoprothese) und bestimmter Teilprothesen, sogenannter Schlittenprothesen aufgrund von Gonarthrose (Gelenkverschleiß). Kindliche Fehlanlagen, Erkrankungen in der Jugend sowie Krebserkrankungen sind nicht Teil der Datenauswertung.
Die Qualitätsindikatoren zielen unter anderem auf die Indikationsstellung (medizinische Notwendigkeit der Operation), allgemeine und spezifische Komplikationen (z. B. Lungenentzündung, Lungenembolie, akute Nierenfunktionsstörung, Nachblutung, Fehllage der Prothese) bei erstem Einsetzen oder einem Prothesenwechsel sowie die Beweglichkeit bei Entlassung. Da die Implantation einer Kniegelenksprothese in der Regel ein elektiver, planbarer Eingriff ist, steht auch die Sterblichkeit im besonderen Fokus.
Erfasst werden erwachsene Patientinnen und Patienten in stationärer Behandlung.

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